Die Zeiten ?

es war einmal in Deutschland

Ja, es läuft einfach, das leben. mal neben dir her. mal um dich rum. mal über dich weg. bis es ausläuft. du kannst nichts anhalten. nichts ausradieren. und auch nicht mal einen klitzekleinen millimeter rückwärts fahren. höchstens dich im kreis drehen - was nichts bringt. und wenn es mal die falsche abzweigung war, au weia,  - so bleibt dir nur hoffen, dass DIE nicht in einer einbahnstrasse endet.

einerseits zwar wunderschön, wenn du vor-fahren hattest, die dich "ein-spuren" konnten. mit dem kleinen nachteil, dass du dich dann auch an das "eingefahrene programm" halten mustt. keine spontanen luftsprünge, keine kapriolen deinerseits!
sonst droht, aus dem nest zu fallen!
gestartet 2.7.21

es läuft eben. das leben. mal grausam kurz und traurig, mal auf mittlerer ebene so vor sich hinläppernd. mal hoch droben. mal thronend - mal im schleudersitz.

wenn wir uns tatsächlich später mal "abgeklärt" und "von oben" betrachten können. --mit umschalt-knopf---. ein nicht überbietbares super-duper-unterhaltungsprogramm.

möglich schon, dass "der da droben" uns deswgen ganz genauso geschaffen hat, wie wir sind ?! und dass all die religionen mit all den einzel- oder mehrfach-göttern auch nur ein teil  der göttlichen vielfalt SEINES unterhaltungs-programms 
sind ?!

hm, hm, hm.... dann könnte es wohl sinvollst sein, sich selbst so gut wie irgend möglich zu bemühen, dass unere menschlichen lebens-vielfältigkeiten immer mal wieder mal noch "mit eins drauf bekommen ?!
Damit es "IHM" oder "IHNEN", den GÖTTLICHKEITEN nicht mal beginnt, langweilig zu werden ---
und unser menschen-theaterchen dann  per "letztem showdown" zu terminieren ist, weil stinke-langweilig geworden ?!  

vielleicht .... vielleicht... erklärt sich ja auch DA-raus, dass es so viele schurken gibt, denen es lebenslang bestens geht 

--- anstatt irgendwann !!!und gerechterweise !!! in der hölle zu schmoren ?! wie "die in purpur-kleidern" uns vom einfachen volk jseit ahrhunderten so ähnlich   weiss machen wollen ?!

denn die schurken und schürklein garantieren ja "von oben betrachtet" den aller-aller-besten unterhaltungswert !

WAS einem nur so alles durch dieses bisschen menschen-köpflein gehen kann ?!

gehört "man" DAfür denn nun eigentlich bestraft, weil zu wider-borstig. ODER ABER geht man straffrei aus, weil "man" als "Marionette" ja nur den Schurken spielt - aber natürlich kein schurke ist ?!

also ---ein-stein--- fällt mir nun,  nach all dem "gedenksel" beim besten willen nicht vom herzen!
schnell nehm ich daher zuflucht im gelobten land, namens bayern - mit einem  
                "  schaun wir mal !   "  
          und ... halle-...luja , sog i !
                kreiz-fix halleluja sog i   !!!
himmel-herrschaft-zeiten !!!  ... seite an seite mit dem "Bayern im Himmel"
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Die vergangenen Tage war ich "hier" sehr mit meinem Lebens-Rückspiegel beschäftigt, was, als begonnen, "um mal einen punkt zu setzen" mich einfach deswegen nicht mehr los liess, weil mir immer mehr bewusst wurde, was für ein wahnsinns-ereignis-reiches Leben ich doch hatte !
die ersten 8  jahre aufgewachsen bei 3 herzensguten, lieben, ehrenwerten menschen.
grossvater karl, als 12. und jüngstes, überlebendes  von 17 ursprünglich geborenen seiner eltern aufgewachsen - mit startkapital null in wörsdorf im taunus, in einer bitterharten zeit.
ihm war bestimmt, als knecht eines grösseren bauern zu starten. aber er fühlte sich nicht zum knecht geboren. -und begann zu kämpfen- sommers beim bauern arbeitend - im winter beim förster, bäume fällend - und eisern sparend.
er wollte heiraten -aber nicht als knecht, sondern als bauer.
also sparte er sich -münzchen für münzchen- die anzahlung für einen bauernhof zusammen. zum seinem 50. lebensjahr wars endlich geschafft -
und dann konnte er "seine anna" heiraten, die als magd in reichenbach im taunus arbeitete, damals 32 jahre alt. 
so glücklich wie leistungsmässig härtest waren die nächsten jahre: es war noch land zuzukaufen und vieh, damit der bauernhof eine mittlere familie auch ernähren konnte. also machte anna die hauptarbeit auf dem hof und opa karl verdiente dazu. im sommer fuhr er täglich mit dem fahrrad etwa 40 km von wörsdorf nach wiesbaden, um dort auf dem bau zu arbeiten. winters arbeitete er im wald. sein arbeitsalltag: wenn er spät nachts von wiesbaden zurückkam, genoss er sein einfaches abendbrot - und ging todmüde zu bett. er legte sich nicht hin - sondern kniete sich hinein --- denn, wenn er umfiel, war es zeit, aufzustehen, das pferd einzuspannen und futter für die tiere von hand zu mähen und einzufahren. schnelles frühstück- und dann wieder die 40 km nach wiesbaden.im winter, bei der wald-arbeit konnte er sich vom harten sommer erholen, weil der weg zur arbeit nur zig minuten dauerte - und das futter nicht mehr geerntet werden musste, sondern, beispielsweise als heu und rüben vorrätig lagerte.
im sportverein fand er geselliges freizeit-vergnügen - und  wurde  als "gau-turn-meister"  zum besten sportler des landkreises gekürt. er genoss grossen respekt. war öfter faschingsprinz - und schliesslich "im nebenjob" noch ortsbürgermeister.
und er war ein sehr liebevoller ehemann, vater und grossvater.
vor keinem anderen menschen hatte ich je so viel liebevollen, so hohen respekt, wie vor diesem grossvater!
da er auch "unter hitler" ortsbürgermeister war, wurde er von den amerikanern sofort, als "schlimmer Nazi" inhaftiert. Wir hatten damals 2 "Fremdarbeiter" auf dem Hof, Josek und Fedoja. Die beiden schafften es, dass Grossvater bereits am nächsten Tag wieder frei war:
"Karl nix böse Nazi ! Karl sehr gute Mensch ! Immer, immer gut zu uns ! "

die kinder meiner "hessischen grosseltern":
elsa, die älteste, gross, kräftig, gute figur, etwas markantes gesicht, sehr selbstbewusst, heiratete einen sattlermeister aus niedernhausen - mit eigenem haus, grossem garten drumrum und -respektabler- eigener werkstatt -
alles von seinem vater, louis schreiner, geerbt.
meine mutter, anna,  "machte in idstein taunus die mittlere reife" -dann aber stop einer möglichen beruflichen karriere, weil sie mit dem lehrer und feldwebel paul gerlach anbandelte, dessen "trupp" einige zeit in wörsdorf stationiert war. ---
und bald darauf ich, söhnchen wolfgang, "unterwegs war".
wilhelm, der jüngst,e kam mit grossvater karl nicht gut klar, weil er --- im vergleich zum unereichbaren vorbild des grossvaters --- "etwas lieber feierte als arbeitete" - er wurde kampf-flieger, stürzte mit seinem flugzeug in einem moor ab - brach sich dabei einige knochen- und fand "später" eine arbeit als hausmeister.

nun zu vaters familie:
grossvater gottlieb war schuh-macher-meister, an dessen werkstatt und deren geruch ich mich noch gut erinnere: auf einem podest - etwa 2 x 3 m - in der rechten ecke des wohnzimmers war seine werkstatt. wo ich -liebend gerne- auch immer wieder "auch was tun wollte"- was ich dann nach einer -wortlosen- kopfnuss des grossvaters schnell wieder bleiben liess. gottlieb war ein zierlicher, sehr intelligent dreinschauender, fast schüchterner mensch.
grossmutter sophie war -auch noch im alter- eine bildschöne frau. etwas grösser, als "ihr gottlieb", sehr selbstbewusst bis kämpferisch- und lieb und herzensgut, wie ihr gottlieb.
die älteste schwester, sophie, war ein lieber mensch.
der älteste sohn, erwin, "fiel im krieg"
vater bekam -als sehr intelligentes kind ärmerer eltern- ein stipendium zum "lehramts-studium" - wurde also volksschul-lehrer. kam 1946 -mit einigen kriegs-verwundungen am körper aus der kriegsgefangenschaft "heim". seine psyche war von den kriegserlebnissen auch sehr mitgenommen. er hatte "geübt", zu töten - um nicht selbst getötet zu werden -- was DAS seelisch mit ihm anstellte, verflüchtigte sich nicht "einfach so" !

er und ich brachten es -daraus- nie zu einem "guten verständnis". leider. mich versuchte er -als 6-jähriges bübchen- fast gnadenlos- herumzukommandieren. auf was ich mit totaler befehlsverweigerung reagierte: "du kannst mich anschreien und schlagen, so viel du willst - ich machs nicht !"
den unterschied zwischen der liebevollen, fürsorglichen erziehungsweise von mutter und grosseltern. --- und dem mit kommandoruf :  "wollffgannng !!!!" startenden "bedingungslosen  herumkommandierns" des vaters konnte ich nicht anders, als per totaler verweigerung "verarbeiten".

ich ging "bei ihm" zur volks-schule. eine extrem unerfreuliche erinnerung !
dann "aufs gynasium", wo es überwiegend gute bis akzeptable lehrer gab,
ABER - mit meinen gut 1,90 m Körpergrösse war ich täglich -so ab der dritten Sunde "körperlich sehr gestresst"

Denn diese damalige Kombi-Schulbank (2-er-Sitzbank und Pult zusammengeschraubt)
war gerade noch akzeptabel für Körpergrössen bis maximal 1,80 m.
 Trotzdem arbeitete ich anfangs gut mit.
Bis mir eine Hausaufgabe "sehr schwer fiel". --- Also -hilfesuchend und hoffend- auf zum Lehrer-Vater.--- DER schaute sich die Aufgabe nicht mal an, sondern schlug mir das Schulheft um die Ohren: "Du passt in Zukunft besser auf ! Klar ?"
Audienz beendet.

Ab DA hatte ich nur noch wenig  -bis NULL- "Bock auf Gynasium".
Habe mir aber bereits in jungen Jahren fest vorgenommen: Wenn ich mal Kinder habe, werde ich DIE nie im Stich lassen - sondern immer gut und treu an ihrer Seite stehen !

Unser -beiderseitiges- Verhältnis besserte sich im lauf der jahre nur wenig, und blieb - bis zu seinem tod "sehr angespannt":
Etwa eine woche vor seinem Ableben (er lebte im Haus meiner Schwester, in etwa 300 km Entfernung) Klingelte mein Telefon. - Das anschliessende  "Gespräch" lief etwa so ab :
erst Stille  im hörer... ... , dann   " !Wolllffgggangg! ...   ....  hier spricht dein Vater !!!... ... ... ... ..."
" ... ... ich erwarte deinen Besuch - spätesssttensss-   Morgen ! ! !

Ich bedaure wirklich sehr, aber es tut mir immer noch nicht leid, dass ich nur mit
 " !NEIN! "    antwortete -    und den Hörer auflegte !

Seine ständigen (manchmal auch über 1 monat "prügelfrei)  ungerechten Ohrfeigen bis Prügel prägten mich natürlich:
SO wollte ich NIE werden !
Aber - meine weit überdurchschnittliche Sensibilität gegenüber "Ungerechtigkeiten und Unfairness" schadete mir oft selbst -sehr , weil ich öfters über-reagierte.

UN-tätig gegenüber laufender  ungerechter Züchtigung blieb ich nicht:
Etwa ab 10.lebensjahr trainierte ich meinen Körper bei jeder Gelegenheit.um mich irgendwann nicht mehr Ducken zu müssen. Mit 14 jahren fühlte ich mich stark genug: als er wieder mal ausholte packte ich ihn an seiner gepflegten, schneeweisen Hemdsbrust und schleuderte ihn von mir weg an die gegenüberliegende Wand:
"DUUU schlägst mich nicht mehr !!!" Bekam er -selbst kreidebleich geworden- zu hören.
Und somit war ich ab diesem Tag "prügel-frei".

Mein liebes Mütterlein schlug er zwar nicht. aber er machte sie ab und zu -vor uns beiden Kindern- so lange "fertig" (oft aus nichtigem Anlass), bis sie sich weinend ins Schlafzimmer zurückzog.
Bald nach "meinem prügelfrei" rührte er mal wieder so richtig Mutters Seele durch. Auch dem machte ich -als 14-jähriger ein Ende:
"Vater, ab sofort hörst du auf, Mutter so zu quälen!"
ER verstand. Mutter hatte nie den Gedanken sich scheiden zu lassen. dazu war sie viel zu treu erzogen. - Aber das Ehe-Leben meiner - von ihm sehr geliebten- Schwester hat er, Vater,   schlimm beeinflusst:
Margit  hatte einen Mann geheiratet (ehrbar, erfol-reich, stolz), der sie ähnlich behandelte, wie ich es von Vater gegen Mutter kannte.

Als ich DAS das erste Mal beobachtete fragte ich -bei passender Gelegenheit meine Schwester entsetzt, wie sie das denn aushält.
Ihre Antwort - -aus meiner Erinnerung-:
Ja, ER, mein Rüdiger treibts mit mir  schon manchmal schlimm. aber ich geb ihm keine Widerworte mehr - hab immer wieder das warnende Beispiel von Papa und Mama vor Augen!  UND - wenn ich "still" bleibe, gibt ER ja auch bald wieder Ruhe."

Mein Vater --- als ich ihn NICHT -auf Kommando- ein letztes Mal besuchte, enterbte mich (nahe 300 000 euro vermögen hatte er -stetig jammernd, dass er fast nichts hätte- angesammelt.)
Ich verzichtete sogar auf meinen Pflicht-Teil, des Erbes,  da ich aus seinen nun "kalten" Händen nicht annehmen mochte, was er mir -mit warmen Händen- niemals gegeben hätte.
---Könnte noch sehr viel drüber Schreiben, aber nun Ende des Themas
 "Oh. mein Papa!" ---

Nur eins noch:
mit meinen 4  Kindern, hatte ich, je älter die wurden,
immer mehr "Verständigungs-Schwierigkeiten".
Wohl weil ich sehr sensibel gegen "groben bis unfairen Umgang"
geworden war und geblieben bin ---
und die  Kids (wohl aus ge-erbten Genen) wenig Probleme
mit rauhem, verletzendem bis unfairerm Umgang untereinander hatten.

Tut mir sehr leid, meine Kinder, dass ich nicht die Macht hatte,  ES euch mit mir etwas leichter machen zu können. Wirklich! Sehr!  Wie gerne hätte ich ...
wenn ich denn auch eine redliche Chance gehabt hätte !
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---- jetzt erst mal verschnauf-pause---